Kunstinstallation der Natur: Polarlichter über Sylt | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Kunstinstallation der Natur: 
Polarlichter über Sylt


Als allen auf Sylt plötzlich nicht nur ein Licht aufging

Am 19. Januar waren Abends über Sylt besonders gut sichtbare Polarlichter zu beobachten. Über dem Wattenmeer bildeten sich die Lichtstrukturen klarer als je zuvor in den Vorjahren. Von Braderup aus war unverfälscht zu beobachten, wie sich das Farbspiel von der Ostseite der Insel in Richtung Wenningstedt und Westerland bewegte. Das Phänomen war ohne Hilfsmittel mit bloßem Auge zu sehen. Die in Braderup entstandenen (Handy-)Bilder sind unbearbeitet und zeigen umso eindrucksvoller wie intensiv das Schauspiel war.


Aber wie kommt es eigentlich zu solchen Nordlichtern? Der Ursprung ist eine starke Sonnenaktivität. Geladene Teilchen des Sonnenwindes reisen durchs Weltall, treffen in der Erdatmosphäre auf Gasmoleküle und bringen diese dann zum Leuchten. Die Farben wiederum hängen vom jeweilig erzeugten Gas beziehungsweise der Höhe ab. Grünes Licht entsteht durch Sauerstoff in niedrigeren Höhen um die 80 bis 150 km, rotes sowie blaues Licht hingegen wird durch Stickstoff in größeren Höhen bis 600 km erzeugt.

Auch am 20. Januar waren über der Nordsee noch einmal Polarlichter zu erkennen – allerdings um einiges schwächer. Aber die Chancen stehen gut, dass wir mehr davon zu sehen bekommen. Aufgrund des sogenannten „aktuellen Sonnenmaximums“. Besonders in sehr kalten, klaren Nächten ohne Bewölkung sind bis zum Frühjahr erneut Polarlichter über Sylt möglich.