Auf Teilen von Sylt tritt der Goldafter (Euproctis chrysorrhoea) derzeit lokal verstärkt auf. Die Inselverwaltung informiert über das weitere Vorgehen und bittet um Unterstützung.
Bereits im Dezember hat die Untere Naturschutzbehörde des Kreis Nordfriesland im Naturschutzgebiet Dünen- und Heidelandschaft auf dem Roten Kliff invasive Bestände der Kartoffelrose entfernt. Neben der naturschutzfachlichen Pflege wurden damit auch Wirtspflanzen des Goldafters reduziert.
Der Goldafter ist ein heimischer Schmetterling. Seine Raupen besitzen feine Brennhaare, die bei Hautkontakt Reizungen und allergische Reaktionen auslösen können. Sie überwintern bis zum Frühjahr in auffälligen Gespinsten an Sträuchern und Gehölzen.
Jetzt ist ein günstiger Zeitpunkt zur Entfernung In den Wintermonaten lassen sich die Gespinste unkompliziert beseitigen, bevor sich die Raupen weiterentwickeln und die Brut- und Setzzeit beginnt. Auf gemeindezugänglichen Flächen kontrollieren die Bauhöfe in den kommenden Wochen betroffene Bereiche und veranlassen fachgerechte Entfernungen. Auch die Tourismusbetriebe sind informiert und eingebunden.
Private Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Gartenbaubetriebe werden gebeten, ihre Grundstücke zu prüfen und vorhandene Wintergespinste möglichst fachgerecht zu entfernen. Wichtig:
Gespinste im Ganzen herausschneiden
Sicher verschlossen über den Restmüll oder durch geschlossene Verbrennung entsorgen
Nicht über Kompost oder Biotonne entsorgen (Verbreitungsgefahr)
Bei größerem Befall Fachfirmen hinzuziehen
Für Fragen steht Frau Veronika Vogel vom Landschaftszweckverband Sylt (LZV) unter Tel.: 04651 851 480 oder per E-Mail an veronika.vogel@gemeinde-sylt.de zur Verfügung.
Transparente Information und abgestimmtes Handeln Die Inselverwaltung stimmt sich eng mit dem Kreis Nordfriesland, den Gemeinden und weiteren Beteiligten ab. Ziel ist es, durch gemeinsames und besonnenes Handeln möglichst viele Wintergespinste noch vor dem Frühjahr zu entfernen – zum Schutz von Natur und Gesundheit.