Das „W“ in Wenningstedt-Braderup steht für Wachstum. | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Das „W“ in Wenningstedt-Braderup steht für Wachstum.


Neue Bäume im Bauernhofkindergarten und 40 Kinderkunstwerke im öffentlichen Raum. In Wenningstedt-Braderup entstehen gerade Orte, an denen etwas wachsen darf: Fantasie, Natur und Gemeinschaft.


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anchmal beginnt etwas Großes ganz klein: mit einem Baum, einem Pinselstrich oder einer Idee. Und manchmal braucht es nur Menschen, die Lust haben, etwas gemeinsam auf den Weg zu bringen. Gleich zwei Projekte zeigen aktuell, wie lebendig Gemeinschaft in Wenningstedt-Braderup sein kann – und wie aus kleinen Impulsen etwas Bleibendes wächst.

Wo Kinder etwas wachsen lassen.

Im Bauernhofkindergarten Wenningstedt-Braderup entsteht ein neuer Spielbereich für die Kinder. Die Familie Runge hat dafür Obstbäume und Sträucher gespendet. Zwischen Zweigen, Blättern und später auch Früchten können die Kinder künftig ebenfalls auf Entdeckungstour gehen, lernen, sich verstecken und ihrer Fantasie freien Lauf lassen.Die neue Bepflanzung schafft dabei nicht nur einen besonderen Ort zum Spielen. Sie wächst mit den Kindern mit und wird über die Jahre Teil ihres Kindergartenalltags – ein kleines Stück Natur, das sie beobachten, erleben und mitgestalten können.Als herzliches Dankeschön gab es für die Familie Runge frisch geerntetes Gemüse und Kräuter aus dem Kindergarten. Ein schöner Tausch: etwas, das neu wächst, gegen etwas, das bereits im Bauernhofkindergarten gewachsen ist.

Aus Kinderideen wird öffentliche Kunst.

Auch an anderer Stelle wächst bei uns etwas ganz Besonderes: Farbe, Kreativität und Kinderkunst. Rund 40 Grundschüler der Klassen eins bis vier haben in OGS-Workshops mit Acrylfarben ihre ganz eigenen Bilder gestaltet. Ohne starre Vorgaben, dafür mit viel Fantasie und ihrer persönlichen Sicht auf die Welt.

Aus diesen Werken ist nahe der Norddörferschule die „KIDS ART OPEN GALLERY“ entstanden, die Jan Koppers mit viel Engagement initiiert hat. Bei der Vernissage am vergangenen Donnerstag wurden die Kunstwerke vor mehr als 200 Gästen präsentiert und zu einer Galerie im öffentlichen Raum zusammengestellt.Die stellvertretende Bürgermeisterin Katrin Thies würdigte das Engagement der jungen Künstler und machte deutlich, welche Kraft Kunst entfalten kann: Sie öffnet Räume und Herzen. Schulleiterin Bianca Rehage betonte, wie wertvoll solche Projekte gerade in Zeiten von Leistungsdruck und Oberflächlichkeit sind – weil sie Kindern die Freiheit geben, sich auszudrücken.


Auch Holger Bünte, Jugendpfleger der Gemeinde Sylt, hob die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten hervor. Die neue Galerie ist zugleich ein weiterer Baustein des wachsenden Kinderkunst-Pfads Sylt, der sich nach und nach über die Insel ausbreitet. Für Katrin Thies wird damit sichtbar: Kunst im öffentlichen Raum ist gelebte Demokratie.

Damit wird aus Kinderkunst ein Teil des Dorfes – sichtbar für Einheimische und Gäste und künftig noch leichter zu entdecken: QR-Codes an den Kunstwerken sollen zu einer Übersichtskarte mit Routenplaner führen.

Zwei Projekte, zwei ganz unterschiedliche Formen des Wachsens – und doch verbindet sie etwas Entscheidendes: Wenn wir Kindern Raum geben, entstehen Ideen. Wenn Menschen sich einbringen, entsteht Gemeinschaft. Und wenn wir gemeinsam etwas pflanzen, gestalten und wachsen lassen, wird daraus Zukunft.