Abflug! Raupenphase der Goldafter endet, Falterflug beginnt | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Abflug! Raupenphase der Goldafter endet, Falterflug beginnt


Aktuelles zum Goldafter auf Sylt:
Raupenphase endet, der Falterflug beginnt

Die Raupen des Goldafters auf Sylt haben sich größtenteils bereits verpuppt oder befinden sich aktuell in der Verpuppung. Damit geht auch die Phase zu Ende, in der die Tiere besonders viele gesundheitsschädliche Brennhaare bilden.

Die Inselverwaltung Sylt mahnt dennoch weiterhin zur Vorsicht! Die giftigen Brennhaare bleiben auch nach der Verpuppung über längere Zeit in der Umwelt erhalten und können bei Kontakt Hautreizungen sowie allergieähnliche Beschwerden auslösen. Wer in bekannten Befallsgebieten den Rasen mäht, Hecken schneidet oder Gartenarbeiten erledigt, sollte lange Kleidung tragen und direkten Hautkontakt vermeiden.

Weißer Nachtfalter fliegt ab Juli

Nach der Verpuppung entwickelt sich der Goldafter zu einem etwa drei Zentimeter großen weißen Nachtfalter mit einem charakteristischen goldbraunen Hinterleib. Der Falterflug beginnt im Juli.

Da die Tiere von Licht angezogen werden, empfiehlt die Inselverwaltung, Außenbeleuchtungen im Juli und August nur bei Bedarf einzuschalten. So lasse sich verhindern, dass sich die Falter verstärkt in Wohngebieten ansammeln.

Die auf Sylt eingesetzten Straßenleuchten enthalten laut Inselverwaltung nur geringe Blaulichtanteile und wirken daher deutlich weniger anziehend auf Goldafter und andere Insekten.

Monitoring und Forschung werden fortgesetzt

Auch nach dem Ende der Raupenphase beobachten die Inselverwaltung, die fünf Inselgemeinden und der Landschaftszweckverband Sylt die weitere Entwicklung des Goldafters. Parallel wird das Forschungsprojekt der Georg-August-Universität Göttingen fortgeführt. Zudem steht die Inselverwaltung im engen Austausch mit den zuständigen Fachbehörden, um das weitere Vorgehen für die kommenden Monate abzustimmen.

„Die intensive Raupenphase liegt inzwischen weitgehend hinter uns, unser Monitoring läuft aber selbstverständlich weiter. Gemeinsam mit unseren wissenschaftlichen Partnern beobachten wir die Entwicklung des Goldafters weiterhin sehr genau und gewinnen damit wichtige Erkenntnisse für ein tieferes Verständnis der Art sowie für langfristige und nachhaltige Lösungen auf Sylt“, erklärt Veronika Vogel von der Inselverwaltung Sylt.

Aktuelle Informationen, Verhaltensempfehlungen und das Meldeportal finden sich weiterhin unter www.sylt.de/goldafter zu finden.